Zementäre Fugen reinigen

Eine geschlossene funktionelle keramische Belagsfläche entsteht erst mit der Verfugung mit Zementfugenmörtel.

Allerdings ist die zementäre Verfugung nicht säurebeständig, der Fugenmörtel verliert durch den Einsatz von säurehaltigen Reinigern an Stabilität.

 

Saure Reiniger, die z.B. auf Zitronen-, Essig- oder anderer Säurebasis hergestellt sind, führen langfristig zur Schädigung der zementären Fugen. Die Säure führt den Kalk durch chemische Reaktion in wasserlösliches Salz über, das dann mit Wasser leicht abgespült werden kann. Die Zementmatrix des hydraulisch erhärtenden Fugenmörtels wird auf die Dauer zerstört. Die Folge sind ausgewaschene Fugen. Das Auswaschen der Fugen wird durch wiederholte Anwendung und längere Einwirkungszeiten der Säure noch verstärkt.

 

Dies zeigt sich auch bereits bei der regelmäßigen und konzentrierten Verwendung von handelsüblichen sauren Reinigern. Saure Reiniger werden regelmäßig mit Begriffen wie Kalkentferner, Essigreiniger, Kraft der Zitrone usw. beworben. Auch Reiniger mit dem Warnhinweis der Hersteller "nicht auf Marmor oder emaillierten Oberflächen anwenden", enthalten i.d.R. säurehaltige Zuschlagsstoffe.

 

Bei der Verwendung von zementären Fugenmörtel, die nicht über eine erhöhte Beständigkeit gegenüber handelsüblichen sauren Reiniger verfügen, wird die Verwendung von pH- neutralen Reinigungsmitteln empfohlen. Diese verursachen an den Zementfugen i.d.R. keine Schädigungen.

Vornässen der Fugen

Ist zur Entfernung von Kalkflecken gelegentlich die Verwendung eines sauren Reinigungsmittels erforderlich, so muss die Belagsfläche vor und nach jeder Reinigung gründlich mit kaltem Wasser abgespült werden, um chemische Langzeitwirkungen in den Kapillarporen der Fugen vorzubeugen.